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Mein Notizbuch und ich: Ideen nicht entwischen lassen!

Ideen-Notizbuch

Kreativität lässt sich nicht immer wie gewünscht auf Knopfdruck abrufen. Das ist auch nicht weiter tragisch, schließlich ist es ja nicht von Bedeutung wann wir eine kreative Eingebung haben, sondern dass wir sie überhaupt haben.

Zumindest theoretisch. Denn Einfälle, Ideen und Geistesblitze können uns jederzeit überkommen, aber, wenn wir nicht vorbereitet sind, verlassen sie uns auch genauso schnell wieder. Die meisten Menschen wissen das und einige sind tatsächlich vorbereitet. Z.B. durch das Führen eines kreativen Notizbuches. Aber das Festhalten eines Gedankens allein reicht noch nicht aus, er muss hinterher auch verwertet werden. Zum Glück bieten sich uns heute weitreichende Möglichkeiten zur Unterstützung.

Unkreativ oder bloß ineffizient?

Wer etwas erschaffen will, braucht Ideen. Kreativität ist aber nicht bloß dadurch bestimmt eine Idee zu haben und diese umzusetzen, sondern es fehlt noch ein weiteres Glied in der Kette. Wenn ich eine Idee habe, muss ich sie auch festhalten. Daraus lässt sich ableiten, dass es vermeintlich unkreativen Menschen nicht unbedingt an Einfällen und Schaffenskraft fehlen muss. Bei einigen von ihnen liegt der kleine aber feine Unterschied möglicherweise im Element des Festhaltens. Vielleicht sind einige kreative Köpfe auch keine übermenschlichen Ideenmaschinen, sondern verwerten die Einfälle, die sie haben nur sehr effizient. Auf den Punkt gebracht: Wir sollten nicht fahrlässig mit unseren Eingebungen umgehen, sondern sie gewissenhaft verwalten!

Das Problem ist sicherlich nicht neu und schon Generationen von z.B. Denkern, Autoren oder Unternehmern sahen sich damit konfrontiert. Auch der Lösungsansatz, um den es hier geht, ist schon ein paar Tage älter: Ein Notizbuch als Wegbegleiter!

Ideenfriedhöfe und kreative Einbahnstraßen vermeiden

Doch von der Idee im Notizbuch bis zu deren Umsetzung droht noch eine Gefahr: Wenn man wirklich jeden Einfall festhält, kann schon ein ziemlich umfangreiches Sammelsurium unstrukturierter Informationen entstehen. So kann aus einem Notizbuch leicht ein „Ideenfriedhof“ werden. Ideen gehen vom Kopf aufs Papier, aber nicht wieder zurück in den Kopf. Neben dem bloßen Führen eines Notizbuches sind daher auch Routinen notwendig, die genau dies verhindern.

Um zu verhindern, dass meine Ideen im Notizbuch „begraben“ werden, plane ich 1-2-mal die Woche eine Übertragungsroutine ein, in der ich meine Notizen bewerte und entweder verwerfe oder in mein persönliches Managementsystem(Affilate Link) übertrage.

Vor- und Nachteile digitaler Notizbücher

Vor kurzem habe ich mich nach langer Zeit von meinem Moleskine-Notizbuch(Affiliate Link) getrennt und das digitale Zeitalter hat auch in diesem Bereich bei mir Einzug erhalten. Ersetzt wurde der Klassiker durch eine App auf meinem Smartphone. Genauer gesagt Google Keep, bzw. zu Deutsch: Google Notizen. Wenn ich dort etwas eintrage, überkommt mich zwar nicht mehr dieses Gefühl intellektueller Coolness wie früher, meine kreative Produktivität hat es aber in jedem Fall enorm gesteigert!

Das sich meine Erfahrung nicht auf jeden verallgemeinern lässt, wurde mir schnell klar, als ich meine Freundin dazu bewegen wollte ebenfalls auf Digital umzustellen. Als Kunstlehrerin ist sie ein sehr „visueller Typ“ und wollte nicht mal einen Gedanken daran verschwenden ihr Ideen-Notizbuch gegen eine App zu tauschen. Weder Skizzentools noch die besten Argumente konnten daran etwas ändern. Aber jedem das Seine. Gestalterische Elemente lassen sich vielleicht wirklich mit Stift und Papier besser festhalten als per App.

Für mich liegt der Vorteil des „Digitalgangs“ vor allem in der Abrufbarkeit und Organisation der gemachten Notizen. Durch Label und Farben kann ich Einträge schon beim Erstellen oder nachträglich kategorisieren. Eine Suchfunktion erlaubt es mir mich schnell zurecht zu finden. Für Google Notizen gibt es außerdem ein praktisches Browser Plug-In, welches auf Knopfdruck eine Website ins Notizbuch befördert, auf Wunsch natürlich auch einen dazugehörigen Kommentar. Ebenso ist es möglich Textzeilen auf einer Seite zu markieren und diese samt dazugehörigem Link ins Notizbuch zu befördern. Außerdem synchronisiert sich Google Notizen vom Tablet bis zum Laptop über alle meine Geräte und ist zusätzlich online auch von jedem anderen Gerät abrufbar.

Google Notizen

Google-Notizen als Browser-App auf einem Laptop.

Es gibt natürlich außer Google noch andere Anbieter, welche alle vergleichbare Funktionen bieten (z.B. Evernote mit dem Web Clipper Plug-In). Mir geht es nicht darum Google Notizen zu bewerben, sondern die Vorteile digitaler Notizbücher darzustellen und das mache ich hier einfach anhand der Variante, für die ich mich entschieden habe.

Einen kleinen Nachteil der digitalen Version sehe ich für mich persönlich darin, dass ich vermeide mein Handy nachts am Bett in Reichweite liegen zu haben, um meine Nachtruhe vorm ständigen Informationsfluss „zu schützen“. Außerdem wirkt sich das blaue Licht von Handy-Displays negativ auf den Schlaf aus.  Abends, nach dem ins Bett gehen, überkommen mich aber regelmäßig Einfälle, welche ich gerne festhalten möchte. Hier habe ich noch nicht den Königsweg gefunden und wechsle noch zwischen Zettel, Stift und Handy, welche allesamt im Flur vor dem Schlafzimmer deponiert sind hin und her. Ich habe auch schon über ein Diktiergerät nachgedacht, aber das wird bei meiner Freundin wahrscheinlich genauso wenig auf Akzeptanz stoßen, wie wenn ich nachts das Licht anmache, um eine Notiz hinzu zu fügen.

Ich kann jedem, der es noch nicht tut, nur wärmstens empfehlen ein Ideen-Notizbuch zu führen und daraus einen wichtigen Bestandteil seiner „kreativen Maschine“ zu machen. Wer es schafft sich dabei eine effiziente Arbeitsweise anzutrainieren, wird es nicht mehr missen wollen. Wenn diese stimmt, ist es auch zweitrangig, ob es ein klassisches Notizbuch oder eine App ist. Das ist dann letztendlich nur Geschmackssache.

Beitragsbild: Jan Kahanek @unsplash.com

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ein digitales Notizbuch zu führen ist eine super Idee zum Festhalten von Unterrichtsideen. Allerdings kann ich es mir nur als Ergänzung vorstellen. Für mich stellt das unmittelbare Aufschreiben zugleich eine Konkretisierung der Idee durch die Verbalisierung dar. Ich gebe mir Mühe die richtigen Worte zu finden, so vermeide ich das Durchstreichen und letzendlich sinnlose Papieeverschwendung. Bei diesem Prozess reift ja schon die Idee. Wenn man immer alles löschen und verändern kann, würde ich Gefahr laufen, Ideen nicht konzentriert zu verfolge .

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